Ein Leben für Bürgerrechte und Demokratie

Von
Dr. Constantin Groth
SLS

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger mit dem Laudator Michel Friedman | Foto: Michael Hanuschke, © Thomas-Dehler-Stiftung

Aus Anlass des 75. Geburtstags von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hatten Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und Thomas-Dehler-Stiftung zu einem Festakt in München eingeladen, um die Verdienste der großen Liberalen und die Werte, für die sie steht, zu würdigen. Bereits die Grußworte und ein daran anschließendes Video fassten ihr bisheriges Wirken und ihre Erfolge zusammen. Ihre größte Niederlage wurde dabei natürlich nicht ausgespart, denn sie war es, die ihr den größten Respekt einbrachte und sie zum Vorbild für viele, nicht nur politisch Engagierte, werden ließ: ihr Rücktritt als Bundesjustizministerin im Dezember 1995, weil sie den sogenannten Großen Lauschangriff aus Gewissensgründen nicht mittragen konnte. Damit stehe sie „für Haltung“ und dafür, „die Überzeugungen vor den Dienstwagen zu setzen“, so Martin Hagen, Generalsekretär der FDP.

Es sagt viel über Sabine Leutheusser-Schnarrenberger aus, dass unter den über 150 Gästen keineswegs nur liberale Weggefährten waren, sondern dass ihr an diesem Abend parteiübergreifend gratuliert und Respekt gezollt wurde. So war auch die Laudatio von Michel Friedmann voll des Lobes: „Du warst für mich ein Vorbild“, so der Publizist, „seit ich mich mit Politik auseinandersetze.“ In der anschließenden lebhaften und kontroversen Diskussion mit Martin Hagen und Susanne Seehofer wurden unterschiedliche Positionen deutlich, doch einig war man sich darin, dass Freiheit unser höchstes Gut sei und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wie kaum eine andere dafür stehe, sich für Freiheitsrechte einzusetzen und sie zu verteidigen.

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Inhalt ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.