Nürnberger Sicherheitstagung 2010
“Deutschland und seine Nachbarn im Osten – von Freunden umgeben?!“
Die Traditionsveranstaltung der Thomas-Dehler-Stiftung und jetzt auch der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit wurde in diesem Jahr das elfte Mal durchgeführt, gemeinsam mit den Kooperationspartnern Nürnberger Zeitung, Deutscher BundeswehrVerband, Clausewitz-Gesellschaft e.V., Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e.V., Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V., der Universität der Bundeswehr München und dem Arbeitskreis Bundeswehr und Wirtschaft Bayern.Die Leitung der Tagung übernahmen Hildebrecht Braun MdB a.D., Initiator der Nürnberger Sicherheitstagung und Generalleutnant a.D. Edgar Trost, ehemaliger Vorsitzender der Clausewitz-Gesellschaft e.V.
Die Begrüßungsworte sprachen Gisela Bock, ehemalige Geschäftsführerin und jetzt Forenleiterin der Thomas-Dehler-Stiftung und der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, und Raimund Kirch, Chefredakteur der Nürnberger Zeitung.
Schmidt Ein zentrales Thema der Konferenz in Nürnberg war die Frage, wie mit den östlichen Nachbarn Deutschlands eine Sicherheitspartnerschaft erreicht werden kann, in die auch Russland eingebunden wird. Christian Schmidt MdB, parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium, betonte an dieser Stelle, "dass an der Ostgrenze der EU Europa nicht aufhört". Weißrussland, die Ukraine, große Teile Russlands und Georgiens zählen zum europäischen Kulturkreis. "Die westlichen Bemühungen einer östlichen Partnerschaft mit den ehemaligen GUS-Staaten verfolgt Moskau mit Misstrauen und Argwohn". Schmidt warnte daher davor, sich zu stark auf Russland zu fokussieren: "Es ist ein Fehler zu glauben, wer mit Russland gesprochen hat, hat mit allen Ländern im Osten gesprochen".

Lautenbach Fünf Jahre lang, von 2004 bis 2009, berichtete der Fernsehjournalist Robin Lautenbach als ARD-Korrespondent aus Polen. Während dieser Zeit hat er sich hinreichend mit dem Land und der Politik auseinandergesetzt und somit die Entwicklung und das deutsch-polnische Verhältnis klar analysiert, das man immer noch als problematisch bezeichnen kann. Dies beruhe auf vielen Missverständnissen, die nach Lautenbach wiederum durch mangelndes Wissen entstehen. "Das Ende des Kalten Krieges wird in Deutschland allzu oft als das `Ende der Geschichte´ verstanden".
Für Aufregung sorge auch immer wieder der Streit über die Vertriebenen-Funktionärin Erika Steinbach oder die Wahl der Kaczynski-Brüder an die Staatsspitze.






