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50 Jahre FNSt

Zum Gedenken an Thomas Dehler

Festakt in Bamberg zum sechzigsten Jahrestag der Ernennung Thomas Dehlers zum Bundesminister der Justiz

Meisenberg, Hacker, Körber, Leutheusser-Schnarrenberger, Wünsch, Nagel
Meisenberg, Hacker, Körber, Leutheusser-Schnarrenberger, Wünsch, Nagel
Die ehemalige Justizministerin und FDP Landesvorsitzende, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger MdB, widerlegte eindrucksvoll die These des Spiegels aus dem Jahr 1967. Im Todesjahr Dehlers, schrieb die Zeitschrift über den streitbaren Franken, dass der fränkischer Feuerkopf zwar keine Geschichte aber Geschichten gemacht habe.

Leutheusser-Schnarrenberger ging auf das Wirken von Dehler ein, der die Bundesrepublik Deutschland entscheidend geprägt habe. Mit dem Aufbau des Justizministeriums habe Dehler mit 79 Gesetzen den rechtlichen Neuanfang geschaffen, der bis heute prägend sei. Der FDP Politiker habe die Rechtsstaatlichkeit nach dem Krieg wieder hergestellt, so Leutheusser-Schnarrenberger in ihrem Festvortrag.

Anlass war die Ernennung Dr. Thomas Dehlers vor 60 Jahren zum Bundesjustizminister. Die Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Regionalbüro München und der Thomas-Dehler-Stiftung fand im Hotel Alt Ringlein in der Bamberger Innenstadt statt und war sehr gut besucht.

Die Gründung des Bundesgerichtshofs und des Bundesverfassungsgerichtes unter Dehler bezeichnete Leutheusser-Schnarrenberger als erste Schritte der großen Strafrechtsreform, eine Reinigung vom Vergeltungs- zum Erziehungsstrafrecht.
Im Festvortrag ging die Politikerin außerdem auf den 5. Parteitag im Jahr 1954 in Wiesbaden ein und zitierte Dehler: „Dort wo der liberale Gedanke schwindet, verkümmert das Recht und die Demokratie.“
Wichtige Eckpunkte Dehlers Wirken sei die Tatsache gewesen, dass er sich gegen das zeitweise außer Kraft setzen der Grundrechte wehrte und bei der Wiedereinführung der Todesstrafe im Jahr 1952, gefordert von der Bayern Partei, ungebeugt blieb.

Unter den Gästen war der Präsident des Oberlandesgerichts Bamberg, Michael Meisenberg, der Dehler als Bauherrn der Justiz nach dem Krieg bezeichnete. Auch gesellschaftlich habe sich Dehler mit der Gründung der juristischen Gesellschaft große Verdienste erworben.

Thomas Nagel
Forenleiter der Thomas-Dehler-Stiftung für Ober- und Mittelfranken
letzte Änderung: 25.11.2009

Thomas-Dehler-Stiftung

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80331 München

Tel.: 089 / 18 31 84

Fax: 089 / 18 02 55

E-Mail: info@thomas-dehler-stiftung.de

 



Der Vorstand der Thomas-Dehler-Stiftung besteht aus sieben Vorstandsmitgliedern und setzt sich aktuell wie folgt zusammen:

 

Präsident: Hermann Rind, Steuerberater

 

Vizepräsidentin: Cornelia Schmalz-Jacobsen, Journalistin und Senatorin a.D.

 

Ulrich Bode, Kreisrat

Heidrun Kaspar, Kauffrau

Prof. Dr. Jürgen Morlok, Karlshochschule International University Karlsruhe

Dipl.-Kfm. Dr. Gerhard Söltenfuß, Lt. Angestellter

Renate Will, MdL

 

Geschäftsführer: Bodo Wünsch

Veranstaltungen
Unsere Veranstaltungshinweise finden Sie im gemeinsamen Veranstaltungskalender der Thomas-Dehler- und der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (Regionalbüro München)
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